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Hobby: Die Raumfahrt und der Weltraum

Bildquelle: Die Bilder der Slideshow stammen alle aus Quellen der NASA und wurden auf wikki.commons unter einer gemeinfreien Lizenz veröffentlicht.

 

Als Ende der 1960er Jahre die Apollo-Missionen begannen, rief mich mein Vater immer rein, wenn etwas im Fernsehen darüber berichtet wurde. So z. B. die Starts der Raketen und schließlich die Mondlandung, die wir live am TV verfolgten.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich diesem Hobby verfallen. Nach und nach las ich so ziemlich jedes Buch, war in dieser Kategorie und auch im Bereich "Science Fiction"erschien. Auch Bücher von Däniken, der mir aber etwas zu surreal erschien. Also konzentrierte ich mich auf das Wesentliche und las und sammelte jede Menge Sachbücher über die Raumfahrt. Besonders beeindruckt aber hat mich ein Roman, den uns unser Physiklehrer empfahl: "Die lange Reise" (1967) von Robert A. Heinlein (ISBN 3-453-31383-6). In dieser Geschichte treibt ein großes, zylindrisches Raumschiff mit Wohnquartieren, Werkstätten, Pflanzungen und Lagerräumen durch die Tiefen des Alls, auf der Suche nach einer neuen Erde.

Von da an lies mich die Fragen nach dem "Wo kommen wir her" und "Wo gehen wir hin" nicht mehr los.

Wenn wir nachts in den sternenklaren Himmel schauen, sehen wir Sterne, Sternenhaufen und weit entfernte Galaxien. Mit bloßem Auge sind letztere allerdings nicht zu erkennen, dafür braucht man schon ein gutes Teleskop. Diese Sterne wiederum werden von Planeten umkreist, den sogenannten Exoplaneten. 1989 gelang der erste indirekte Nachweis eines solchen Planeten, bis heute sind über 2000 entdeckt worden. Man nimmt an, dass auf denen Leben möglich sein kann, die ihren Stern in der sogenannten "habitablen Zone" umkreisen, also der Zone, in der es nicht zu kalt und nicht zu heiß ist. So wie unsere Erde die Sonne in genau dieser Zone umkreist.

Wenn man dann weiß, dass die Bausteine des Lebens wie Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und auch Aminosäuren im Weltall weit verbreitet sind, kann man davon ausgehen, dass es auch irgendwo da draußen Leben gibt, in welcher Form auch immer.  Die Vorstellung, es gäbe dort menschenähnliche Wesen, die so aussehen wie wir, ist gar nicht mal so absurd. Unsere Sinnesorgane sind deshalb so eng beieinander angeordnet, um die Übertragungswege zum Gehirn möglichst kurz zu halten. Das dürfte auch auf mögliches intelligentes Leben im All zutreffen.

Das Projekt ""SETI" (Search for extraterrestrial Intelligence=Suche nach außerirdischen Leben) arbeitet seit 1960 in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten auf der Suche nach Leben im All. So wird mit riesigen Antennen das Weltall nach Signalen abgehorcht, die von Ausserirdischen stammen könnten. Man setzt hier auf ein Signal, das aus Primzahlen besteht, also einer Zahl, die nur durch 1 und sich selbst teilbar ist (1, 3, 5, 7, 11....) Kein bekanntes Phänomen im Weltall erzeugt ein solches Signal, weshalb man sicher ist, dass es sich dann um ausserirdisches Leben handeln müsste. Bisher hat man aber noch nichts konkretes gefunden, bis auf ein Signal, das sogenannte "Wow!" Signal, dass am 15. August 1977 empfangen wurde, aber nur kurz zu hören war, dann aber bis heute niemals wieder.   

Mit der heutigen Antriebstechnik ist es nahezu unmöglich zu fremden Sternensystemen zu gelangen, selbst zum Mars dauert eine Reise 250 Tage! (mehr als 8 Monate) hin und auch so viele Tage zurück. Dennoch gibt es konkrete Pläne der Amerikaner, der Russen, der Europäer, der Chinesen und anderen Staaten, diese Reise zu verwirklichen. Aber so einfach ist es nicht, es ist zu beachten, dass die Crew der Raumkapsel einer enormen psychischen und physischen Belastung ausgesetzt wäre. 250 Tage auf engstem Raum mit immer den gleichen Leuten "eingesperrt" zu sein verlangt äußerste Disziplin eines jeden an Board des Raumschiffs. 

Aber auf jeden Fall wird der Mars das erste Ziel eines bemannten Fluges zu einem weiter entfernten Planeten unseres eigenen Sonnensystems sein. Der Mondflug stellte die Planer auch zunächst vor scheinbar unlösbare Aufgaben, die jedoch alle mit Bravour gemeistert wurden.

Der Mars ist deshalb so interessant, weil er, obwohl nur halb so groß wie die Erde, ihr ähnlich ist. Er hat zwar keine Atmosphäre aus Sauerstoff und kein Magnetfeld, dennoch ist er interessant. Die Atmosphäre des Mars besteht zum größten Teil aus Kohlenstoffdioxid (CO2), einem Treibhausgas. Er besitzt einen Nord- und einen Südpol aus gefrorenem Kohlendioxid und Wassereis. Man vermutet, dass er einmal so aussah wie die Erde heute, und die einstige Atmosphäre aus Sauerstoff im Eis der Pole "gefangen" ist. Auch soll er vor Jahrmillionen Ozeane aus Wasser besessen haben. Was liegt also näher, als dass der Mensch dort hin fliegt um nach möglicherweise noch existierenden Lebensformen zu suchen?

Andere Ziele in der Zukunft werden einige Monde der Riesenplaneten Saturn und Jupiter sein, die mindestens genauso interessant sind, wie der Mars. Aber das liegt noch weit in der Zukunft. Bis heute hat es zahlreiche Missionen gegeben, in deren Verlauf verblüffende Erkenntnisse gewonnen wurden. Es bleibt also spannend.

Eine Reise zu möglichen bewohnten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ist aus heutiger nicht zu denken; es gibt aber eine Theorie von Albert Einstein, wie das zu schaffen sein könnte: mit der Raumkrümmung. Das bedeutet salopp gesagt, wenn wir schon nicht zu den Sternen kommen können, dann kommen eben die Sterne zu uns.

Stellen Sie sich ein Blatt Papier flach liegend auf einem Tisch vor, an dem linken äußeren Ende malen sie einen Kreis (Erde) und am rechten Ende einen anderen Kreis (Exoplanet). Die Entfernung zwischen beiden Kreisen beträgt in unserer Vorstellung einige hundert Lichtjahre. Wenn Sie jetzt das Blatt Papier aufnehmen und in der Mitte zusammenfalten, ist die Raumkrümmung verdeutlicht. Die linke Seite mit der Erde ist nun nur noch einen Bruchteil der Entfernung von der rechten Seite mit dem Exoplaneten entfernt.

Die Sache hat nur einen Haken: die zur Raumkrümmung benötigte Energie. Sie ist so unvorstellbar groß, mindestens die gesamte Energie eines Sterns so groß wie unsere Sonne könnte sie erzeugen.  

Die Lichtgeschwindigkeit wird für uns Menschen ebenfalls unerreichbar sein, weil laut Einsteins Gleichung E=mc2 die  Masse mit Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit gegen unendlich geht. Was bleibt sind Funksignale, die aber, je nach Entfernung zum angestrahltem Objekt Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende bräuchten. Das heißt, würden wir heute ein "Hallo" zu einem möglicherweise 1000 Lichtjahre entfernten bewohnten Planeten schicken, wir 1000 Jahre auf die eventuelle Antwort warten müssten.

Natürlich habe ich auch viele Bücher über Ufos gelesen und bin zu der Meinung gekommen, dass es sie nicht gibt! Und das aus verschiedenen Gründen:

  • Alle uns bekannten Fluggeräte funktionieren mit Hilfe der Aerodynamik.  Das bedeutet, dass ein Fluggerät Flügel haben muss, um sich in die Lüfte erheben zu können. Mit viel Schubkraft gelingt es so, auch den schwersten "Vogel" in die Luft zu bekommen.
  • In den 1950er Jahren gab es in den USA das Projekt "Blue Book", das zur Aufgabe hatte, alle eingehenden Ufo-Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu untersuchen.  Von 12618 untersuchten Fällen wurden 701 als "unidentifiziert" (6%).

Jetzt überlegen wir mal, wenn es potentiellen Ausserirdischen wirklich möglich wäre, die Erde zu erreichen, warum geben sie sich dann nicht zu erkennen? Wie würden wir Menschen handeln, wären wir in der Lage, solche Planeten zu erreichen? Mit Überflügen und Erscheinungen auf uns aufmerksam machen? Wohl kaum, wir würden dort landen und uns zu erkennen geben, nachdem wir vorher in irgendeiner Weise Kontakt aufgenommen hätten. 

Das bedeutet jetzt nicht, dass ich mich allen zukünftigen Antriebs- u. Aufstiegstechniken verschließe; aber so lange Flugzeuge mit Hilfe des Auftriebs in den Himmel steigen, befördere ich Ufo-Meldungen ins Reich der Phantasie bzw. halte ich sie für optische Täuschungen.  

Es stellen sich zwei Fragen, sind wir Menschen wirklich bereit, Kontakt mit einer ausserirdischen Zivilisation aufzunehmen? Und was passiert, sollte es zu einem Kontakt kommen?

Zunächst die erste Frage: ich glaube eher nicht. So lange sich auf unserem Planeten die Völker gegenseitig im Namen ihres Herren bekriegen, und die Gier nach Macht und Reichtum existiert, wird es uns nicht gelingen, eine mögliche ausserirdische Zivilisation zu akzeptieren, um mit ihnen friedlich zusammen zu leben, geschweige denn, von ihnen zu lernen.

Zur zweiten Frage muss ich sagen, dass ich mich der Meinung von Stephen Hawkings anschließe; wir sollten es lieber bleiben lassen, mit möglichen ausserirdischen Zivilisationen Kontakt aufzunehmen. Ein Blick in unsere eigene Geschichte beweist doch, was passierte, als Entdecker und Eroberer wie Cortes oder Columbus fremde Zivilisationen entdeckt haben; die Ureinwohner wurden versklavt oder ausgerottet und die Rohstoffe des neuen Landes ausgebeutet. Welchen Grund sollte es sonst geben, die intelligente Lebewesen veranlaßt, den Weltraum zu erkunden? Wir selbst machen uns doch schon Gedanken darüber, welche Möglichkeiten es gibt von A nach B zu kommen, den Mond zu kolonialisieren und den Mars durch Terraforming bewohnbar zu machen. Sollten andere anders denken?

Die Raumfahrt wird notwendiger Weise voran getrieben, weil der Mensch neugierig ist. Er wird weiterhin versuchen, eine Antwort auf die Frage "Ist das Universum kausal oder nicht" zu finden. Er will versuchen zu verstehen, wo wir herkommen und wo wir hingehen.

Es zeichnet sich ab, dass der Ursprung des Lebens aus dem Universum kommt. Es ist sehr wahrscheinlich mit Hilfe von Kometen auf die Erde gelangt, so wie auch das Wasser, das unsere Ozeane füllt. Unser Wissen um die Entstehung des Universums wird ständig erweitert, mit der Feststellung, dass die Gesetze der Physik, Chemie und Mathematik überall im Raum gelten.

Es bleibt spannend.

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